Wander-Routen an der Glasstraße

Noch stärker fühlt man das gläserne Herz der Region pochen, wenn man den Spuren des uralten Handwerks zu Fuß folgt. Entlang malerischer Flüsse, durch imposante Wälder und begleitet von der malerischen Kulisse der Berggipfel führen vier Wanderwege zum Thema Glas zu zahlreichen historischen Stätten der Glasherstellung.

 

Auf dem Glasschleifererweg etwa, der den Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald auf einer Länge von 78 Kilometern durchquert, begegnen einem über 20 ehemalige Glasschleif- und Polierwerke, die die Energie des Wassers zur Glasveredelung nutzten.

 

Etwas weiter südlich gibt die Heimat der Glases einen Blick in ihr Inneres preis: Auf rund 60 Kilometern Länge zieht sich der Pfahl, eine geologische Besonderheit des Bayerischen Waldes, durch die Region. Im Bereich des Pfahlwanderweges tritt dieser Quarzgang besonders deutlich zu Tage. Am spektakulärsten ist seine Form am "Großen Pfahl" bei Viechtach – der bis zu 30 Meter hohe weiße Felsenkamm ist ein beliebtes Ausflugsziel und Ausgangspunkt für spannende Wanderungen.

 

Viel zu sehen gibt es auch auf dem "Gläsernen Steig". Entlang des landschaftlich reizvollen, knapp 100 Kilometer langen Weges vom Lamer Winkel über das Arbergebiet nach Grafenau liegen zahlreiche ehemalige und noch produzierende Glashütten sowie Zeugnisse der Glastradition wie das Glasmuseum Frauenau.

 

Und auch der Historische Glashütten-Wanderweg atmet die Geschichte des Glases: Auf 22 Kilometern verbindet er auf seinem Weg entlang des Glasbaches und des Osterbachkanals östlich von Freyung fünf ehemalige Glashüttenstandorte.

 

Zudem verläuft die Glasstraße in der selben Region wie Deutschlands längster und vielfältigster Fernwanderweg: Der Goldsteig

Mit einer Gesamtlänge von 660 Kilometern und zwei Wegevarianten durch den Oberpfälzer Wald und Bayerischen Wald ist der Goldsteig der längste und vielseitigste unter den Qualitätswegen, die der Deutsche Wanderverband ausgezeichnet hat. Dazu kommen rund 550 km Zuwege zum Goldsteig.