Aktuelles von der Glasstraße

Ausschreibung Glasstraßenpreis 2016

Ende 2016 wird zum neunten Mal der Glasstraßenpreis verliehen. Ziel des Glasstraßenpreises ist es, den Bekanntheitsgrad der Glasstraße und das Wir-Gefühl der Glasstraßenregion zu fördern.
Anforderungen: innovative Beiträge und Aktionen, die das Thema Glas in den Mittelpunkt stellen und die Glasstraße beleben
Teilnahmeberechtigt: Personen, Unternehmen und Institutionen der Glasstraßenregion

 Mögliche Themen: u.a.

  • Glas – ein Werkstoff mit Tradition und gleichzeitig der Moderne
  • Kombination verschiedener künstlerischer, wirtschaftlicher oder touristischer Themen unter dem besonderen Aspekt des heimischen Glases
  • Darstellung der Glasregion Bayerischer Wald und Oberpfälzer Wald im nationalen wie internationalen Umfeld
  • Einbindung des Themas Glas bei eigenen Marketingmaßnahmen
  • Aktive und öffentlichkeitswirksame Kooperation mit den Glasbetrieben der Region

Preisvergabe: Der Glasstraßenpreis ist in einer Urkunde verbrieft, wird Ende des Jahres im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung offiziell verliehen und ist mit einem Gesamtpreisgeld von 5.000,- €, unterstützt vom Sparkassenverband Bayern, dotiert. Zudem erhalten der/die Gewinner eine Glastrophäe des Glaskünstlers Theo Sellner.
Abgabetermin der einzureichenden Unterlagen: 19. 09.2016 beim Tourismusverband Ostbayern e.V.
Ansprechpartner: Stephan Moder, moder@ostbayern-tourismus.de; Tel.: 0941/ 58539-15


Die Farben der Karibik in Bayerisch Eisenstein

 

Farbenfroh und voller Leichtigkeit, aber tiefgründig und ausdrucksstark. So präsentiert sich die Kunst auf der Karibikinsel Kuba. Die Kuns(t)räume grenzenlos haben für die Zeit bis 16. Oktober kubanische Kunst nach Bayerisch Eisenstein geholt. Unter dem Titel „Cuba Color“ werden Werke von 41 verschiedenen Künstlern gezeigt. Viele von ihnen sind weltweit bekannt. Um den Besuchern einen möglichst umfassenden Eindruck von Kuba zu geben, ist zusätzlich noch eine Fotoausstellung zu sehen. Der Fotograf Wolfgang Raab aus Trier hat dafür mit seiner Kamera Land und Leute eingefangen und zeigt mit seinen Fotos das tägliche Leben auf der Karibikinsel fernab aller gängigen Klischees.

„Cuba Color“ gibt einen vielfältigen Einblick in die Stile und Bilderwelten der kubanischen Kunst in den vergangenen 60 Jahren. Bunt sind dabei nicht nur die Bilder. Bunt ist auch die Palette der Themen, denen sich die Künstler widmen. Trotz des sozialistischen Regimes, das ab 1961 nach der Revolution errichtet wurde, sind die Kubaner ein Volk von individualistisch denkenden Menschen. Und so sind auch die Stile von allen 41 Künstlern vollkommen anders. Die Kuns(t)räume haben bei dieser Ausstellung versucht, einen Überblick über das Kunstschaffen auf Kuba zu geben und zu zeigen, wie vielfältig dieses ist. Zu sehen sind Werke von etablierten Malern und jungen Künstlern. Wifredo Lam, Manuel Mendive, Amelia Pelaez und Zaida del Rio sind nur einige Namen.

 

Kuba ist ein Schmelztiegel von Menschen verschiedenster Herkunft. So vermischten sich die afrikanische, asiatische und europäische Kultur zu einer eigenen kubanischen Kultur. Selbst die Santería-Religion ist eine Mischung, die christliche Glaubensinhalte und afrikanische Glaubensformen vereint. So nimmt auch die Kunst verschiedenste Motive auf und beschäftigt sich mit Elementen aus der Religion oder dem täglichen Leben. Durchaus überraschend ist es, dass die Künstler in diesem sozialistischen System eine relative künstlerische Freiheit genossen und dies immer noch tun. Es werden deshalb auch Werke präsentiert, die mit hintergründigem Humor Ihre Kritik an der Gesellschaft zum Ausdruck bringen.

Die rund 60 Fotografien der Fotoausstellung lassen den Betrachter in die Welt des wahren Kuba eintauchen. Sie zeigen den Alltag so wie er ist. Man sieht Kubanerinnen im Friseursalon, Straßenverkäufer, Ochsenkarren, die allgegenwärtigen Fahrradtaxis und vieles mehr. Die Architektur ist oft marode. Die schlechte wirtschaftliche Situation ist offenbar. Genauso deutlich wird aber auch eine unerschöpfliche Improvisationsgabe der Menschen, die sich trotz aller Schwierigkeiten die Gelassenheit und Lebensfreude nicht nehmen lassen.

So wird Kuba zu einem Land der Farben, zu „Cuba Color“. Die Ausstellung läuft bis 16. Oktober. Geöffnet Mi bis So 10.30 – 17.30 Uhr. www.kunstraeume-grenzenlos.de


Eine der bedeutendsten Glasregionen Bayerns sucht Nachwuchs

Das ARBERLAND im Bayerischen Wald will Azubis und Fachkräfte für Spitzenbetriebe in der Glasbranche gewinnen - Ausbildungstour als Ansporn für Jugendliche in der Region

 

Eine der wichtigsten Glasregionen Bayerns wirbt gemeinsam um Nachwuchs:  Das ARBERLAND, wie der Landkreis Regen genannt wird,  liegt an der Glasstraße, die jedes Jahr Millionen Besucher anzieht.  Glas aus dem ARBERLAND ist rund um den Globus gefragt. Auf den Tischen von Luxushotels, auf den Podesten von internationalen Sportveranstaltungen, in den Objektiven von Kameras und in vielen weiteren Bereichen.  Etliche Firmen aus dem Bayerwald-Landkreis sind Weltmarktführer - und händeringend auf der Suche nach Azubis und Fachkräften. Das Netzwerk Glas, in dem heimische Glas-Unternehmen zusammenarbeiten, startete jetzt erstmals für Jugendliche eine gemeinsame Ausbildungstour und bekam für die Idee, die vom Bayerischen Wirtschaftsministerium unterstützt wird, viel positive Resonanz.

Seit Jahrhunderten wird im Bayerischen Wald Glas gemacht. Das ARBERLAND gilt als eines der letzten in sich geschlossenen Glaszentren der Welt, die Glasfachschule in Zwiesel ist eine von fünf Glasfachschulen in ganz Deutschland. Traditionelles Glashandwerk, innovative Ideen und modernste Technik rund ums Glas sind im ARBERLAND daheim“, betonte Herbert Unnasch, Geschäftsführer der Kreisentwicklungsgesellschaft ARBERLAND REGio GmbH, die auch das Netzwerk Glas betreut. Firmen aller Branchen, die für Kompetenz rund ums Glas stehen, arbeiten in dem Netzwerk zusammen: Glashütten und Manufakturen, die ihre Produkte bis nach Neuseeland liefern, Weltmarktführer für Trinkglasserien, Maschinenbauer, die Schmelz- oder Prüfanlagen nach Indien oder Russland exportieren, Firmen, die optische High-Tech-Systeme entwickeln, und weitere Glasfachleute wollen Forschung und Fertigung, Kunst, Handwerk und Industrie zusammenbringen und miteinander Fachkräfte gewinnen.
 
Die Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in den Glasbetrieben sind so vielfältig wie der Werkstoff Glas selbst: Glasmacher, -veredler, -maler oder Graveure  bilden die Betriebe ebenso aus wie Verkäufer im Einzelhandel, Elektroniker für Betriebstechnik, Mechatroniker, Technische Produktdesigner, Feinoptiker, Konstruktionsmechaniker, Anlagenführer oder Fachinformatiker. Dennoch ist es für etliche Glas-Unternehmen schwer, Azubis zu finden, offene Stellen zu besetzen, ihr Knowhow weiterzugeben und das Spezialwissen für die Zukunft zu sichern. „Gerade junge Leute aus der Region wissen nicht, welch spannende Berufschancen es in der Glasbranche gibt“, verdeutlicht Herbert Unnasch die Herausforderung. Und genau die wollen die Glasbetriebe miteinander angehen.

 

Einen Tag lang luden die Glasspezialisten nun Jugendliche aus der Region zu einer Ausbildungstour ein. Schüler aus dem ganzen Landkreis erkundeten in sieben Glasbetrieben, die Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten in 28 Berufen, die in der Glashütte Eisch, im Glasdorf Weinfurtner, bei der UAS Messtechnik, Qioptiq, Joska Kristall, IWG Glasofenbau Wagenbauer und bei der Zwiesel Kristallglas AG mit ihren Partnern iProtec und Ullrich zu finden sind. Der Aha-Effekt war bei den Jugendlichen groß, als sie Vertreter der Glasberufe in Aktion erlebten - mal mit der Glaspfeife vor dem Ofen, mal beim Polieren an der CNC-Maschine, beim Planen hochmoderner Anlagen am PC oder beim Austüfteln neuer Ideen für mundgeblasene Glaskugeln, industriell gefertigte Trinkgläser, kleine Kunstwerke oder meterhohe Skulpturen sowie Glas in Optik und Technik. www.arberland-bayerischer-wald.de


Neu: Dokumentationszentrum der Winklarner Hinterglasmalerei in Winklarn

Der Markt Winklarn hat an der Thomas-Aquinus-Rott-Grundschule Winklarn-Thanstein, Schulstraße 4, 92559 Winklarn ein Dokumentationszentrum der Winklarner Hinterglasmalerei eingerichtet. Hierbei handelt es sich um eine ständig zugängliche Ausstellung im Heimatort der Hinterglasmaler der „Winklarner Schule“. Der Eintritt ist kostenlos.

 

Erläutert werden die Familiengeschichte und Lebensumstände, Motive und Bildtypen der Hinterglasbilder und anderer bildnerischer Techniken, Handel, Vertrieb und heutige Verbreitung sowie die Technik für das Malen hinter Glas, Malgrund und Materialien.

 www.hinterglas-winklarn.de


Glasstraßenpreis 2014 verliehen

Foto v.l.n.r.: Ehrenpreisträger Gernot Merker, Gerhard Frank für den Arbeitskreis Agenda Glas, Wilfried Zaglauer für die Glasfachschule, Glaskünstler Reinhard Schmid
Foto v.l.n.r.: Ehrenpreisträger Gernot Merker, Gerhard Frank für den Arbeitskreis Agenda Glas, Wilfried Zaglauer für die Glasfachschule, Glaskünstler Reinhard Schmid

 

Der Glasstraßenpreis 2014 ist verliehen. Preisträger sind der Arbeitskreis Agenda Glas aus Zwiesel, die Glasfachschule Zwiesel und der Glaskünstler Reinhard Schmid aus Viechtach. Den Ehrenpreis der Glasstraße erhält Gernot Merker aus Kelheim.
Der Bayerische Wald und Oberpfälzer Wald gehören zu den herausragenden Glaszentren Europas. Nirgends sonst gibt es eine derartige Dichte an Glaskünstlern und glasproduzierenden Betrieben. Die Glasstraße hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der beliebtesten Ferienstraßen und Ausflugsrouten in Deutschland entwickelt. Zur Förderung der Aktionen, Beiträge und Produkte, die die Glasstraße beleben und die das Glas aus dem Bayerischen Wald und Oberpfälzer Wald in den Mittelpunkt stellen, schreibt der Tourismusverband Ostbayern seit dem Jahr 2000 im zweijährlichen Rhythmus den Glasstraßenpreis aus, heuer zum achten Mal.

„Glas ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wir nutzen und benutzen es ganz selbstverständlich. Faszinierend wird es erst wieder, wen wir an ungewohnter Stelle darauf treffen, es uns in ungewöhnlicher Gestalt begegnet oder wir es in einer neuen Funktion erleben“, sagt Dr. Ulrich Netzer, Präsident des Sparkassenverbandes Bayern und Unterstützer des Glasstraßenpreises. Die diesjährigen Preisträger zeigen die Vielfältigkeit, Entwicklungsfähigkeit und Zukunftsträchtigkeit des faszinierenden Materials Glas auf.

Einer der drei Preisträger ist der Arbeitskreis Agenda Glas in Zwiesel. Er hat den Nachwuchsförderpreis für Glaskunst, den „Zwieseler Kölbl“ ins Leben gerufen. Durch ihn wird jungen Künstlern eine Bühne geboten, sich vor breitem Publikum zu präsentieren und beachtliche Verkaufserfolge zu erzielen. Der „Zwieseler Kölbl“ ergänzt die Glaskunstausstellung „Zwieseler Glastage“, an der auch internationale Künstler teilnehmen. Die große Beteiligung und Resonanz der Zwieseler Glastage zeigen, welch große Bereicherung sie für die Glaskunstszene und die Glasregion ist.

Weiterer Preisträger ist die Glasfachsschule Zwiesel mit dem Außenprojekt Kirchengestaltung Regenhütte. Eines der größten Außenprojekte der Glasfachschule Zwiesel ist die Innengestaltung der Kirche in Regenhütte, zu der die Diözese Passau den Auftrag erteilt hat. Die konzeptionelle Innenraumgestaltung wurde von der Klasse der Glasbildner entwickelt. Die heimischen Materialien Glas und Holz standen dabei im Vordergrund. Das gläserne Kreuz, Altar, Ambo, Tabernakel, Taufbecken, Weihwasserbecke, Sedilien, Kerzenleuchter, das farbige Fensterband und der gläserne Kreuzweg dokumentieren die Verbundenheit der Region mit dem Glas und bereichern Zwiesel um eine religiös künstlerische Sehenswürdigkeit.

Den Glasstraßenpreis 2014 erhält auch Reinhard Schmid aus Viechtach, unter anderem für seine spezielle Glasmaltechnik „Sous Verre“. Sie ist in seiner Art weltweit einzigartig. Reinhard Schmid entwickelte die fast in Vergessenheit geratene Technik in fast 30 Jahren beständig weiter und brachte sie auf eine neue Ebene. Im „Gewölbe der Geheimnisse“ und neu im Projekt „Venusmaschine“ in Viechtach gelingt es Schmid, die Glasstraße regelmäßig in den Fokus der internationalen Kunstszene zu stellen und Aufsehen weit über die regionalen Grenzen hinaus zu erwecken.

Den Ehrenpreis der Glasstraße erhält Gernot Merker aus Kelheim. Er ist Glasmentor und Kenner der Glasszene und des Glases. Merker war jahrzehntelang Geschäftsführer der Kurt Merker GmbH in Kelheim, einem Unternehmen, das die Glasindustrie und Glasveredler mit Werkzeugen belieferte. Gernot Merker kennt das Glashandwerk in seiner Fülle wie kaum ein Anderer. Er hat bereits verschiedene Fachbücher, aber auch Romane und Erzählungen veröffentlicht, hat unzählige Glasausstellungen aufgebaut und durchgeführt, ist gefragter Redner auf Symposien und bei Ausstellungseröffnungen oder bereichert internationale Glasmagazine mit seinen Beiträgen. Das Engagement von Gernot Merker für das Glas, die Menschen, die mit dem Glas arbeiten, und die Region ist überragend. Für sein fachliches Wissen, seiner beständigen Würdigung der Glasschaffenden und seinen jahrzehntelangen persönlichen Einsatz für das heimische Glas erhält Gernot Merker den Ehrenpreis.

Glas befindet sich im Spannungsfeld modernster technischer Glasbetriebe, jahrhundertealter Glashütten, kreativer Studioglaskunst oder mittelalterlicher Kathedralfenster. Hochqualifizierte Spezialisten, Glashandwerker und Glaskünstler arbeiten mit dem phantastischen Werkstoff Glas. Ob Spiegelglas, technisches Glas, Solarglas, Fensterglas, Trink- und Tischgläser, Dekorations-, Garten- und Möbelglas. Glas hat im Oberpfälzer Wald und Bayerischen Wald eine Heimat. Die Glasstraße ist eine der wichtigsten touristischen Attraktionen dieser Region. Die Jury hatte aus vielen besonderen Einreichungen zu entscheiden. Die Preisträger erhalten gemeinsam ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro, eine Urkunde sowie eine Glastrophäe, die Glaskünstler Theodor Sellner als Einzelstück exklusiv für den Glasstraßenpreis fertigt und zur Verfügung stellt.

Der Jury gehören an Heinz Grunwald, Regierungspräsident von Niederbayern, Günther Keilwerth, Abteilungsdirektor der Regierung von Niederbayern a.D., Klemens Unger, Kulturreferent der Stadt Regensburg, Hans Wudy, Schulleiter der Glasfachsschule Zwiesel, Bernd Kellermann, Journalist beim Bayerischen Rundfunk, Ulrich Metzner, Redakteur, und Reinhold Zapf, Tourismusreferent des Landkreises Neustadt an der Waldnaab.


Infotafel zum Glashüttenweg
Infotafel zum Glashüttenweg

Rabensteiner Glashüttensteig

 

Der Rabensteiner Glashüttensteig verläuft auf einem über 10 km langem Teilstück des Gläsernen Steiges. Ausgangspunkt ist der Parkplatz am „Schloss Rabenstein". Den Ausgangspunkt können Sie bequem mit dem Bus erreichen..

Von hier führt der Weg zu mehreren ehemaligen Glashüttenstandorten (mit Infotafeln). Entlang des Naturschutzgebietes „Kiesau" gelangt man zum weithin bekannten „Historischen Quarzbruch" am Hennenkobel", weiter über die „Kiesstraße" („Kies" ist gleich Quarz!) zum alten Forsthaus von Schachtenbach und weiter zum Ort Regenhütte (Bushaltestelle), dem Standort der früheren „Rabensteiner Neue Hütte". Von dort kann man mit dem Bus zurück nach Zwiesel fahren.

Weitere Info: Touristinfo Zwiesel, Stadtplatz 27, 94227 Zwiesel, www.zwiesel.de


Glaswerkstatt im Landhaus Korte in Bodenmais

 

Reiches Quarzvorkommen und ein schier unerschöpflicher Holzvorrat zur Befeuerung der Öfen führten im Bayerischen Wald ab dem 14. Jahrhundert zur Entstehung zahlreicher Glashütten. Heute zählt der Bayerische Wald zu den bedeutendsten Glaszentren in Europa. Bei Joska Kristall in Bodenmais, bei der Zwiesel Kristallglas AG oder bei den beiden Frauenauer Glashütten Eisch und Poschinger kann man den Glasbläsern sogar bei der Arbeit über die Schulter blicken. Wer sich einmal selbst an dem wandlungsfähigen Werkstoff versuchen möchte, dem bietet das Landhaus Korte in Bodenmais einmal wöchentlich dazu die Möglichkeit. In der hauseigenen Glaswerkstatt enstehen aus flüssigem Glas feiner Schmuck, Figuren und Gefäße. Wer möchte, kann auch selbst Hand anlegen und einmalige Erinnerungsstücke anfertigen. Das Landhaus Korte vermietet auch liebevoll eingerichtete und mit vier Sternen zertifizierte Ferienappartements ab 35 Euro pro Nacht. Informationen und Buchung: Landhaus Korte, Waldweg 2, 94249 Bodenmais, Tel. 09924 345, Fax 09924 7839, landhaus-korte@t-online.de, www.landhaus-korte.de.


Glasstraße: Wald Glas Garten Riedlhütte: Bärenfamilie

Nachwuchs im Riedlhütter Wald-Glas-Garten

 

 Der Frühling ist im Bayerischen Wald die Zeit der Jungtiere. Auch im Wald-Glas-Garten der Familie Köck in Riedlhütte hat der dort heimische Storch aus Glas der Bärenmutter zwei Bärenkinder gebracht. Auch diese sind natürlich aus Glas, so wie die vielen anderen Tiere, Hirsch und Reh, Fuchs und Hühner, Schlangen und Schnecken etc. Selbst der Glasmacher, der nach getaner Arbeit auf seiner Steinbank sitzt, ist aus Glas.

Die Besonderheit der Bärenfamilie ist: je nachdem von welcher Seite man die Bären anschaut, haben sie unterschiedliche Gesichter.

 Der Wald-Glas-Garten ist eine Idee von Erhard Köck. Gemeinsam mit seinem Sohn Florian haben Sie ihren Plan umgesetzt, einen gläsernen Garten zu schaffen. Die höchsten Glasbäume der Welt, aber auch viel Getier, Blumen und unterschiedliche Objekte kann man bewundern. Wie in der Natur wächst es im Garten immer weiter. Neue Tiere, neue Pflanzen, neue Objekte werden dazu kommen. Welche- das ist noch das Geheimnis der beiden Glasmacher. Mit etwas Glück kann man bei der Herstellung der Tiere bzw. deren Teile zuschauen. Bei den Glas-Vorführungen wird deutlich, dass die alte Glasmachertradition des bayerischen Waldes hier noch ganz lebendig ist. Das „Hütten-Zangl“ mit dem Glasofen lädt zu einer Brotzeit ein oder zu Kaffe und Kuchen. Und ab sofort kann man die Brotzeit auch im „Schatten der Glasbäume“ unter einem Riesen-Sonnenschirm genießen. Direkt an der Glasstraße gelegen ist der Riedlhütter Wald-Glas-Garten eine Attraktion, die man sich nicht entgehen lassen darf. Geöffnet Di bis Fr 9 bis 18 Uhr und Sa 9 bis 12 Uhr www.glasscherben-koeck.de.


In der Glashütte „Alte Kirche“ von 1698 in Lohberg wird wieder Glas geschmolzen und es entstehen Unikate und Kleinserien. In der Künstlerwerkstatt lassen sich die Hüttenmeister genau auf die Finger bzw. den Mund schauen, wenn sie Glas blasen und formen.

 Auf dem Weg zur Glashütte erleben Sie den Skulpturenpark am Glastor mit Kunstwerken zum Nachdenken aus Glas, Metall und Holz.

 Eine kostenlose Glashüttenführung ist zu den Öffnungszeiten jederzeit möglich, Gruppen erhalten Termine nach Vereinbarung. Am Ofen wird von 10.00 – 15.00 Uhr gearbeitet, (Tel. 09943-902830 (Hüttenmeister Hubert Hödl). www.glashuette-alte-kirche.de


Das Schwarzauer Haus
Das Schwarzauer Haus

Kunstgalerie „Bayerischer Wald „ im Schwarzauer Haus in Lohberg

Sammlung mit über 300 Exponaten

 Nach umfassenden Renovierungsarbeiten wurde 2001 das Waldlerhaus „Schwarzauer Haus” mit der Kunstgalerie „Bayerischer Wald” in Lohberg eröffnet. In der Galerie wird ausschließlich Kunst der Region Bayerischer Wald von Passau bis Regensburg ausgestellt. Derzeit umfasst die Sammlung über 300 Exponate. 

Eine ständige Ausstellung zeigt alte Gläser der Glashütten von Biedermeier bis Art Deco. Gezeigt werden Gläser der Volkskunst, Gebrauchsgläser, Hinterglasbilder, sakrale Kunst und vieles mehr.

Bilder sind in Aquarell-, Tempera-, Öl-, Druck- und Graphittechniken vertreten. Gezeigt werden u. a. Werke von Hermann Erbe-Vogl, Rupert Zach, Philip Henneberger und Heinrich Hieke.

In der Galerie sind auch Arbeiten neuzeitlicher Künstler in der Malerei, Glaskunst, Keramik und Bildhauerei ausgestellt. Eine besondere und ständige Ausstellung wird Lohberg und dem Lamer Winkel gewidmet.

 

Das ganze Jahr über finden in der Kunstgalerie Sonderausstellungen statt.

 

Neben den Ausstellungsräumen kann der Besucher einen Bauernladen besuchen, in dem Anbieter regionale Erzeugnisse direkt vermarkten. Im Freien ist ein Brotbackofen und ein Küchengarten zu besichtigen.

Das "Schwarzauer Haus" mit "Hausherr" Walter Just freut sich auf Ihren Besuch.

Ansprechpartner: Walter Just - Mobil: 0171 / 8338603, Weideweg 5 in 93470 Lohberg


Regelmäßige Veranstaltungen, wie z.B.  die Zwieseler Glastage zusammen mit der Zwieseler Glasmesse, die eine der größtem künstlerisch geprägten Glaspräsentationen Deutschlands darstellt, prägen die Kultur in der Glasregion des Oberpfälzer Waldes und des Bayerischen Waldes.(www.glastage.zwiesel.de)

Tickets  für  ausgewählte  Veranstaltungen erhalten Sie bei www.okticket.de.
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