Aktuelles von der Glasstraße

„Glasregion ARBERLAND

– Wir leben Glas“

 

Neuer Internetauftritt vereint zentrale Glasangebote im ARBERLAND

  

Das von der Kreisentwicklungsgesellschaft ARBERLAND REGio GmbH betreute „Netzwerk Glas“ hat vergangene Woche eine neue Internetpräsenz aus der Taufe gehoben: Die Website www.glasregion-arberland.de bündelt erstmals alle regionalen Angebote und Leistungsträger rund um das Glas unter einem Dach. Staatsminister Helmut Brunner lobte die neue Website bei der offiziellen Freischaltung als herausragendes Projekt, das die wirtschaftliche, touristische und kulturelle Bedeutung des Werkstoffs Glas in den Mittelpunkt rückt.

„Der Landkreis Regen ist eines der letzten in sich geschlossenen Glaszentren in Europa. Die Vielfalt an Kompetenzen und Angeboten der Glasregion ARBERLAND ist nun auf EINER Plattform sichtbar“, erläutert Regionalmanager Stephan Lang bei der Vorstellung des jüngsten Netzwerk Glas Projektes. „Wollte man bislang umfassend etwas über das Thema Glas in der Region wissen, musste man sich beispielsweise bei den Unternehmen, der Glasfachschule, den Tourist-Infos sowie einzelnen Einrichtungen und thematischen Veranstaltungen umsehen“, konkretisiert Regens Landrat Michael Adam. Ähnlich sah es in puncto Imagewerbung aus: „Abseits der Glasstraßenwebsite des Tourismusverbandes Ostbayern e.V. gab es keine übergeordneten Imagemaßnahmen zum Schwerpunkt Glas“, erklärt Tourismusreferentin Susanne Wagner.

 

Das „Netzwerk Glas“ hat es sich deshalb unter Leitung der ARBERLAND REGio GmbH zur Aufgabe gemacht, die zentralen Glasangebote der Region im Rahmen einer eigenen Webpräsenz zu bündeln. Glashütten, Manufakturen sowie selbständige Glashandwerker und Glaskünstler bringen sich auf www.glasregion-arberland.de ebenso ein wie Weltmarktführer für Trinkglasserien oder Maschinenbauer, die Schmelz- oder Prüfanlagen herstellen, sowie Firmen, die optische Systeme entwickeln. Die Unternehmen und Selbständigen präsentieren hier sowohl ihre Produkte und Dienstleistungen als auch die Berufsperspektiven in ihren Betrieben. Zugleich ist die Seite ein Leuchtturmprojekt für den hiesigen Tourismus: Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele, Mountainbike- und Wandertouren entlang der Glasstraße und der Glashighlights des Landkreises Regen finden ebenso Erwähnung wie die Einkaufsmöglichkeiten in den Werksverkäufen und Ateliers – egal, ob der Gast nun nach Einzelstücken oder nach maschinell gefertigten Waren sucht. Die Website gibt auch Auskunft über Brauchtum, Geschichte und Neuigkeiten in der Glasregion ARBERLAND. Ihr zentraler Slogan lautet: „WIR LEBEN GLAS“. Diese Aussage findet sich in den Profilen der mitwirkenden Akteure wieder und wird durch persönliche Statements ergänzt. Die Webpräsenz macht somit auch deutlich, dass der Landkreis Regen, das ARBERLAND, das schlagende Herz der Glasstraße ist: „Nirgendwo in Bayern gibt es auf einer solchen Fläche eine ähnliche Dichte und Vielfalt an Glasspezialisten“, verdeutlichen Lang und Wagner.

 

Helmut Brunner zeigte sich begeistert von dem Gemeinschaftsprojekt, das nicht nur die Glasakteure des ARBERLANDES an einen Tisch brachte, sondern auch die unterschiedlichen Abteilungen der ARBERLAND REGio GmbH: „Regionalmanagement, Tourismusförderung, PR-, Internet- und Graphikabteilung haben in den vergangenen sechs Monaten mit der danubius GmbH an der Realisierung gearbeitet“, berichtet Kreisentwicklungschef Herbert Unnasch beim virtuellen Rundgang durch die Seite. Das Projekt „Glasregion ARBERLAND“ sei ein einzigartiges Projekt, das die Vielfalt der Glasbranche abdecke, so Unnasch. Staatsminister Brunner würdigte die Webpräsenz bei der Freischaltung im ARBERLANDHAUS neben ihrer Bedeutung für die Standortwerbung auch als wichtigen Beitrag zur Stärkung der Glasfertigung als immaterielles Kulturerbe: „Glas ist der Werkstoff und das Kulturgut, das den Landkreis Regen auf stärkste Weise prägt und ihm ein unverwechselbares Profil gibt. Der Landkreis Regen ist zweifellos eine der traditionsreichsten Glasregionen in Europa.“ Es sei wichtig, „diese Wurzeln zu pflegen und das Potenzial unserer Glasregion und ihrer Leistungsträger nach außen sichtbar zu machen“.

 

Das Netzwerk Glas wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie gefördert.

 


Bild-Werk Frauenau @ 30

 

Das Jubiläumsprogramm der Internationalen Sommerakademie ist da

 

 Mittendrin im lebendigen Getriebe des Glaskunstortes Frauenau wurde 1987 das Bild-Werk Frauenau gegründet - eine Initiative, die aus der vielfältigen Glastradition ebenso schöpft wie aus den Anregungspotentialen der internationalen Studioglasbewegung und ihren Verbindungen in die freie Kunst hinein. Heute genießt die Sommerakademie Bild-Werk Frauenau weltweite Bekanntheit als ein Brennpunkt, der im Crossover von Medien und Materialien und in der grenzüberschreitenden menschlichen Begegnung Ideen, Bilder und nicht zuletzt auch Freundschaften wachsen lässt. Ein Erfolgsrezept des Bild-Werks ist die inspirative Atmosphäre im Ambiente Frauenauer Glashüttenkultur, in der sich professionelle Glas- und Kunstschaffende, die im Bild-Werk ihr Wissen erweitern, und alle, die ihren Ausdruck in Glas, Keramik oder Holz, auf Papier und Leinwand suchen wollen, im entdeckerischen Lernen und Experimentieren zusammenfinden.

  

Entsprechend wartet die Sommerakademie 2017 mit einem bunten Jubiläumsprogramm auf. Erfahrene Künstlerpersönlichkeiten aus dem Netzwerk des Bild-Werks, aus USA, Großbritannien und Tschechien, aus Rumänien und der Türkei ebenso wie aus der näheren Region leiten in acht- bis 17-tägigen Kursen von Juni bis September 18 Kurse für traditionelle und innovative Gestaltungsweisen heißem und kaltem Glas und geben fast ebenso viele Workshops in Skulptur in Keramik, Stein oder Holz, in Malerei, Zeichnung und Collage, Holzschnitt und vielen mehr - bis hin zu Stimmarbeit und Chorgesang.

 

Ein Angebot, das für alle künstlerisch Interessierten etwas bietet - die "gläserne" Umgebug Frauenau und die Natur des Bayer- und Böhmerwalds tun das übrige, um kreatives Lernen mit Erholung zu verbinden!

 

Das vollständige Kursprogramm ist im Download oder als Printversion erhältlich bei:

Bild-Werk Frauenau e.V.

Moosaustr. 18 a

94258 Frauenau

Tel.: 09926 180895

 

info@bild-Werk-frauenau.de

www.bild-werk-frauenau.de


Michael Adam, Landrat des Landkreises Regen und Präsident des Tourismusverbandes Ostbayern e.V., Prof. Dr. Katharina Eisch-Angus und Dr. Karin Schrott, Bild-Werk Frauenau, Erwin Otte, freischaffender Künstler aus Erbendorf, Günther Keilwerth, Abteilungsdi
Michael Adam, Landrat des Landkreises Regen und Präsident des Tourismusverbandes Ostbayern e.V., Prof. Dr. Katharina Eisch-Angus und Dr. Karin Schrott, Bild-Werk Frauenau, Erwin Otte, freischaffender Künstler aus Erbendorf, Günther Keilwerth, Abteilungsdi

 

Verleihung des Glasstraßenpreises 2016 in Riedlhütte

 

 Am 28.11.2016 wurde in im Wirtshaus zum Wichtl in Riedlhütte der Glasstraßenpreis 2016 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung und in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste verliehen. Der Korrespondent Martin Gruber vom Bayerischen Rundfunk moderierte die Verleihung souverän und kurzweilig. Die Preisträger erhielten neben einer Urkunde jeweils einen exklusiv vom Glaskünstler Theo Sellner erschaffenen und gesponserten Glaspokal. Das Preisgeld in Höhe von 5.000,- € wurde vom Bayerischen Sparkassenverband gestiftet.

 

Die Preisträger:

 

Bild-Werk Frauenau e.V.

Internationale Sommerakademie Bild-Werk Frauenau

 

Die Sommerakademie des Bild-Werks Frauenau genoss im Jahr 2016 ihren 29. Akademiesommer. Seit 1988 findet man diesen im Programm. Mit 192 angebotenen Kursen in den letzten 5 Jahren, wobei 91 davon Glas in seiner ganzen Gestaltungsvielfalt beinhalten, schafft es das Bild-Werk Frauenau Menschen aus der ganzen Welt anzulocken.

 

Aus 26 Nationen kamen die über 1000 Teilnehmer. Kurse wie Glasmalerei, Glasskulptur und Glasguss, Lampengeblasenes Glas, Glasdruck, -gravur oder –schliff werden unter anderem angeboten. Seine weltweite Bekanntheit als Treffpunkt der Studioglasszene und international renommierte Künstler sowie Kursleiter erlangt das Bild-Werk durch verschiedenste Medien. Das Besondere an einem Aufenthalt in der Akademie ist einerseits eine offene und intensive Arbeitsatmosphäre,  die von Wissen und Können, Begegnungen und Austausch geprägt ist. Auf der anderen Seite bieten die Landschaft des Bayerischen Waldes sowie die Attraktionen an der Glasstraße einen Ausgleich zum Arbeitsaufenthalt. Die internationale Sommerakademie bringt oft lebensverändernde Begegnungen, Freundschaften und Projekte hervor.

 

Erwin Otte

Gläserner Friedensengel

 

Der freischaffende Kunstmaler und Bildhauer Erwin Otte bewirbt sich mit seinem Projekt Gläserner Friedensengel für den Glasstraßenpreis 2016. Die Errichtung des Friedensengels hat weitreichenden historischen Hintergrund. Dieser liegt im Kalten Krieg, als eine 7 Meter hohe Panzersperre an der Glasstraße, direkt an der Bahnlinie Hof-Regensburg zwischen Windischeschenbach und Neuhaus erstellt wurde. Diese Panzersperre, ein Betonklotz, und die stetige Gefährdung des Weltfriedens gelten als Fundament für die künstlerische Umgestaltung des Betonmonuments. Die Idee des Engels basiert auf einem zufällig gefundenen Stein, der eine körperliche Abbildung eines Engels sei. Durch die Lage der Panzersperre an der Glasstraße, musste Otte nicht lange bezüglich des Werkstoffs überlegen. Es sollte ein gläserner Engel werden. Der Betonklotz dient als Sockel, der Gläserne Friedensengel wurde darauf positioniert. Die Farbe Rot als Signalfarbe setzen das für Frieden stehende Kunstwerk in Szene. Die konkaven Flügel nehmen schützend die Erdrundungen auf und deuten somit auf eine intakte Umwelt als Grundlage jeglichen Lebens hin. Die schwarz strukturierte Linien zeigen mahnend auf das Negative. Von der Idee bis zur Umsetzung vergingen 20 Jahre, in denen Abstimmungen zwischen der Deutschen Bahn AG, dem Bundesministerium für Verteidigung, der Denkmalschutzbehörde sowie der Stadt Windischeschenbach notwendig   waren. Den Abschluss zur Realisation bildet der Vertrag mit der Stadt Windischeschenbach.

 

Finanziert wurde das Projekt über Sponsoren. Der Gläserne Friedensengel gilt als Symbol für ein hoffentlich friedvolles Jahrtausend.

 

Glasstraßen-Ehrenpreis 2016

Günther Keilwerth -  Landshut

In seiner Funktion als Abteilungsdirektor a.D. bei der Regierung von Niederbayern war es die Aufgabe von Günther Keilwerth sich um die wirtschaftlichen Belange, um Probleme aber auch die Förderung von Unternehmen und ganzen Branchen zu kümmern. Diese Aufgabe hat er stets mit Leib und Seele erfüllt. Ein besonderes Anliegen war ihm Zeit seines Berufslebens auch die Förderung der Glasindustrie im Bayerischen Wald. Schon aufgrund seines Geburtsortes, der Glasstadt Zwiesel fühlte er stets eine innere Verbindung zu dieser Materie. Stets wichtig war ihm auch der Bereich Tourismus. Deswegen lag und liegt ihm auch die Glasstraße, also die Verbindung zwischen diesen beiden Branchen so sehr am Herzen.

So kümmerte er sich bei der Gründung der Glasstraße um die finanzielle Basis der Glasstraße, um die Unterstützung der Regierung, aber auch darum, dass Landkreise, Orte und Unternehmen an der Glasstraße auch ihren finanziellen Beitrag dazu lieferten und dies bis heute tun. Es war auch seinen sehr guten Kontakten zu diversen Unternehmen zu verdanken, dass sich zahlreiche Glasunternehmen der Region in das Konstrukt der Glasstraße einbinden ließen und sich seitdem aktiv beteiligen. Auch war es stets sein großes Bestreben, wo immer es möglich war, Fördergelder für die Glasstraße zu organisieren. Dies zeigt, dass er sich neben der Glasstraße stets mit großem Interesse dem Thema  Glas, den Glasunternehmen und letztendlich den Menschen in der Glasregion des Bayerischen Waldes stets sehr verpflichtet und verbunden gefühlt hat und dies bis heute tut. Sein Bemühen um die wirtschaftliche Förderung der Region, und besonders auch der Glasbranche, war mehr als nur Beruf, es war schon fast Berufung.

 

Dieses jahrzehntelange beständige Engagement für das Glas hat die Jury dazu bewogen, Günther Keilwerth den Ehren-Glasstraßenpreis zu verleihen.



Ausbildungstour durch die Glasregion ARBERLAND

 

Netzwerk Glas wirbt um Nachwuchskräfte für die Glasbranchen

 

2015 hat das Netzwerk Glas zum ersten Mal eine Ausbildungstour zu den Unternehmen des Netzwerks Glas veranstaltet, um jungen Menschen zu zeigen, wie attraktiv die vielen verschiedenen Ausbildungsberufe rund ums Glas sind. Da diese sowohl bei den Betrieben als auch bei den Jugendlichen so gut angekommen ist, wiederholte das Netzwerk Glas die Veranstaltung auch heuer. Das Netzwerk Glas existiert seit 2010, vernetzt Glasunternehmen verschiedener Wirtschaftszweige und sorgt seit 2015 unter dem Dach der Kreisentwicklungsgesellschaft ARBERLAND REGio GmbH für eine Imageverbesserung der Glasregion Bayerischer Wald. Mit der Ausbildungstour 2016 wappnete sich das Netzwerk auch gegen den Fachkräftemangel. Mit Erfolg, denn das Interesse bei den Jugendlichen war enorm: Auf vier Busse verteilt, besuchten heuer bereits über 200 Jugendliche 9 Glasunternehmen und die Glasfachschule Zwiesel und lernten dabei rund 30 Ausbildungsberufe kennen.

 

Der Landkreis Regen liegt an der Glasstraße und viele Arbeitsplätze hängen am Werkstoff Glas, der viele Facetten bietet und nach wie vor ein großer Wirtschaftsfaktor ist. Produkte aus dem Arberland gehen in die ganze Welt - vom Kristall-Serviettenring für das Luxushotel über das edle Weinglas im Pariser Restaurant, das Display für das Smartphone bis zur Linse für die Raumfahrt. "Glas ist enorm vielseitig und wir wollen zeigen, wie toll ein Beruf sein kann, der mit Glas zu tun hat", erklärt Landrat Michael Adam, der der Ausbildungstour eine Stippvisite abstattete. Genau wie ARBERLAND REGio-Geschäftsführer Herbert Unnasch war es ihm ein großes Anliegen, deutlich zu machen, dass es der Branche insgesamt gut geht, auch, wenn in den vergangenen Jahren vor allem Berichte über Schließungen von Glashütten zu lesen waren. "Wir leisten mit der Ausbildungstour einen Beitrag, um gegen den Fachkräftemangel zu kämpfen, der auch die Glasbranchen beschäftigt. Mit der Ausbildungstour wollen wir ein Signal setzen, dass diese Berufe Zukunftschancen haben." Herbert Unnasch bedauerte, dass vielen Menschen die wirtschaftliche Bedeutung des Werkstoffs Glas nicht bewusst ist: "Wir haben im Landkreis Regen einige Weltmarktführer im Bereich der Glasherstellung, Glasveredelung und Glasgestaltung vom technischen und handwerklichen Glas bis zur industriellen Produktion.“

 

Das Arberland gilt als eines der letzten in sich geschlossenen Glaszentren der Welt, die Glasfachschule in Zwiesel ist eine von fünf Glasfachschulen in ganz Deutschland und zieht Schüler aus ganz Europa an, wie stellvertretender Schulleiter Erwin Donnerbauer beim Besuch der Jugendlichen erklärte. Weiter tourten die Jugendlichen zur Glasmanufaktur von Poschinger in Frauenau, zur Zwiesel Kristallglas AG, zum Glasdorf Weinfurtner in Arnbruck und zur UAS Messtechnik GmbH nach Viechtach. Die zweite Route führte die Teilnehmer zur Glashütte Valentin Eisch in Frauenau, zum IWG Ingenieurbüro Wagenbauer Glasofenbau GmbH in Zwiesel, zur Galerie Ritterswürden in Zwiesel, zur Quioptiq GmbH & Co. KG in Regen und Joska Kristall GmbH & Co. KG in Bodenmais.

 

Den Jugendlichen wurden dabei ganz traditionelle Ausbildungsberufe wie der Glasmacher, der Glasbläser und der Glasmaler vorgestellt, aber auch innovative Berufe wie der technische Produktdesigner, der Maschinen- und Anlagenführer und der Feinoptiker. Manche Betriebe bieten auch ein duales Studium an. Der Exkurs in die Praxis, bei denen Kugeln geblasen, Maschinen ausprobiert und durch optische Geräte geschaut werden durfte, weckte bei vielen Teilnehmern Interesse auch für ein Praktikum. "Es gibt jetzt zwei Berufe, die mich interessieren würden - es hat mir heute großen Spaß gemacht", bilanzierte Teilnehmer Josef begeistert, der sich gerade für die technische Seite sehr begeisterte. "Ich könnte mir vorstellen, Glasbläserin zu werden, möchte aber eher in den künstlerischen und nicht in den handwerklichen Bereich gehen", äußerte sich Samantha. Asylbewerber Khaled aus Afghanistan will sich bei zwei Netzwerk Glas Betrieben um ein Praktikum bewerben. Regionalmanager Stephan Lang, der zusammen mit Projektassistentin Andrea Kreitmayr für die Organisation der Tour verantwortlich war, zog ein positives Fazit: „Die Jugendlichen konnten heute Glas in seiner ganzen Vielfalt erleben und erfahren, dass die Glasbranche attraktive Karrierechancen bietet.“

 

Das Netzwerk Glas wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie gefördert. Die Ausbildungstour wird auch vom Förderverein Glas finanziell unterstützt.

 

 

BUs.:

 

Tour 1:

 Poschinger: Die traditionsreiche Glasmanufaktur Freiherr von Poschinger beeindruckte nicht nur die Schüler, sondern auch ARBERLAND REGio-Geschäftsführer Herbert Unnasch (vorne rechts).

Zwiesel Kristallglas: Glasbearbeitung in allen Facetten lernten die Jugendlichen bei der Ausbildungstour kennen. Bei der Zwiesel Kristallglas AG erfuhren sie beispielsweise, wie wichtig die Form des Rot- und Weißweinglases ist und wie diese gefertigt werden.

Weinfurtner: Fingerfertigkeit bewiesen die Jugendlichen im Glasdorf Weinfurtner, wo sie nach Anleitung von Richard Weinfurtner selbst am Ofen stehen und sich als Glasmacher versuchen durften.

UAS: Technisches Wissen ist in der UAS Messtechnik GmbH gefragt, welche die Schüler durch Innovation und Internationalität überzeugte.

 

Tour 2:

 Gruppenfoto: Einen Tag lang erkundeten insgesamt 200 Schüler bei der Ausbildungstour des Netzwerks Glas die Glasbetriebe im ARBERLAND, um interessante Ausbildungsberufe kennenzulernen und den Glasspezialisten bei ihrer Arbeit über die Schulter zu blicken.

Eisch: In der Glashütte Eisch bestaunten die Schüler die Glasmacher bei der manuellen Fertigung von edlen Gläsern und Karaffen.

Glasfachschule: Vielfältige Ausbildungsberufe der Glasfachschule Zwiesel präsentierten Erwin Donnerbauer (4. von rechts) und Michael Horina (2. von rechts) den faszinierten Schülern, Landrat Adam (Mitte), Geschäftsführer Herbert Unnasch (6. von links) und Regionalmanager Stephan Lang (1. von rechts).

Galerie Ritterswürden: Gespannt verfolgten die Jugendlichen die Ausführungen von Glaskünstler Hermann Ritterswürden und Glasgraveurin Alexandra Geyermann wie Glaskunstwerke entstehen.

IWG: Hochmoderne Glasöfen und Schmelzanlagen für Glas fertigt die IWG Ingenieurbüro Wagenbauer GmbH für Firmen rund um den Globus. Bei der Ausbildungstour lernten die Jugendlichen das Firmengelände kennen.

Qioptiq: Ausbilder Anton Binder (3.v.l.) informierte Regionalmanager Stephan Lang (3.v.r.) und die Jugendlichen, wie innovative Linsen und photonische Produkte gefertigt werden.

Joska: Im Joska Glasparadies griffen die potenziellen Nachwuchskräfte selbst zur Glasmacherpfeife.


Eine der bedeutendsten Glasregionen Bayerns sucht Nachwuchs

Das ARBERLAND im Bayerischen Wald will Azubis und Fachkräfte für Spitzenbetriebe in der Glasbranche gewinnen - Ausbildungstour als Ansporn für Jugendliche in der Region

 

Eine der wichtigsten Glasregionen Bayerns wirbt gemeinsam um Nachwuchs:  Das ARBERLAND, wie der Landkreis Regen genannt wird,  liegt an der Glasstraße, die jedes Jahr Millionen Besucher anzieht.  Glas aus dem ARBERLAND ist rund um den Globus gefragt. Auf den Tischen von Luxushotels, auf den Podesten von internationalen Sportveranstaltungen, in den Objektiven von Kameras und in vielen weiteren Bereichen.  Etliche Firmen aus dem Bayerwald-Landkreis sind Weltmarktführer - und händeringend auf der Suche nach Azubis und Fachkräften. Das Netzwerk Glas, in dem heimische Glas-Unternehmen zusammenarbeiten, startete jetzt erstmals für Jugendliche eine gemeinsame Ausbildungstour und bekam für die Idee, die vom Bayerischen Wirtschaftsministerium unterstützt wird, viel positive Resonanz.

Seit Jahrhunderten wird im Bayerischen Wald Glas gemacht. Das ARBERLAND gilt als eines der letzten in sich geschlossenen Glaszentren der Welt, die Glasfachschule in Zwiesel ist eine von fünf Glasfachschulen in ganz Deutschland. Traditionelles Glashandwerk, innovative Ideen und modernste Technik rund ums Glas sind im ARBERLAND daheim“, betonte Herbert Unnasch, Geschäftsführer der Kreisentwicklungsgesellschaft ARBERLAND REGio GmbH, die auch das Netzwerk Glas betreut. Firmen aller Branchen, die für Kompetenz rund ums Glas stehen, arbeiten in dem Netzwerk zusammen: Glashütten und Manufakturen, die ihre Produkte bis nach Neuseeland liefern, Weltmarktführer für Trinkglasserien, Maschinenbauer, die Schmelz- oder Prüfanlagen nach Indien oder Russland exportieren, Firmen, die optische High-Tech-Systeme entwickeln, und weitere Glasfachleute wollen Forschung und Fertigung, Kunst, Handwerk und Industrie zusammenbringen und miteinander Fachkräfte gewinnen.
 
Die Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in den Glasbetrieben sind so vielfältig wie der Werkstoff Glas selbst: Glasmacher, -veredler, -maler oder Graveure  bilden die Betriebe ebenso aus wie Verkäufer im Einzelhandel, Elektroniker für Betriebstechnik, Mechatroniker, Technische Produktdesigner, Feinoptiker, Konstruktionsmechaniker, Anlagenführer oder Fachinformatiker. Dennoch ist es für etliche Glas-Unternehmen schwer, Azubis zu finden, offene Stellen zu besetzen, ihr Knowhow weiterzugeben und das Spezialwissen für die Zukunft zu sichern. „Gerade junge Leute aus der Region wissen nicht, welch spannende Berufschancen es in der Glasbranche gibt“, verdeutlicht Herbert Unnasch die Herausforderung. Und genau die wollen die Glasbetriebe miteinander angehen.

 

Einen Tag lang luden die Glasspezialisten nun Jugendliche aus der Region zu einer Ausbildungstour ein. Schüler aus dem ganzen Landkreis erkundeten in sieben Glasbetrieben, die Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten in 28 Berufen, die in der Glashütte Eisch, im Glasdorf Weinfurtner, bei der UAS Messtechnik, Qioptiq, Joska Kristall, IWG Glasofenbau Wagenbauer und bei der Zwiesel Kristallglas AG mit ihren Partnern iProtec und Ullrich zu finden sind. Der Aha-Effekt war bei den Jugendlichen groß, als sie Vertreter der Glasberufe in Aktion erlebten - mal mit der Glaspfeife vor dem Ofen, mal beim Polieren an der CNC-Maschine, beim Planen hochmoderner Anlagen am PC oder beim Austüfteln neuer Ideen für mundgeblasene Glaskugeln, industriell gefertigte Trinkgläser, kleine Kunstwerke oder meterhohe Skulpturen sowie Glas in Optik und Technik. www.arberland-bayerischer-wald.de


Neu: Dokumentationszentrum der Winklarner Hinterglasmalerei in Winklarn

Der Markt Winklarn hat an der Thomas-Aquinus-Rott-Grundschule Winklarn-Thanstein, Schulstraße 4, 92559 Winklarn ein Dokumentationszentrum der Winklarner Hinterglasmalerei eingerichtet. Hierbei handelt es sich um eine ständig zugängliche Ausstellung im Heimatort der Hinterglasmaler der „Winklarner Schule“. Der Eintritt ist kostenlos.

 

Erläutert werden die Familiengeschichte und Lebensumstände, Motive und Bildtypen der Hinterglasbilder und anderer bildnerischer Techniken, Handel, Vertrieb und heutige Verbreitung sowie die Technik für das Malen hinter Glas, Malgrund und Materialien.

 www.hinterglas-winklarn.de


Infotafel zum Glashüttenweg
Infotafel zum Glashüttenweg

Rabensteiner Glashüttensteig

 

Der Rabensteiner Glashüttensteig verläuft auf einem über 10 km langem Teilstück des Gläsernen Steiges. Ausgangspunkt ist der Parkplatz am „Schloss Rabenstein". Den Ausgangspunkt können Sie bequem mit dem Bus erreichen..

Von hier führt der Weg zu mehreren ehemaligen Glashüttenstandorten (mit Infotafeln). Entlang des Naturschutzgebietes „Kiesau" gelangt man zum weithin bekannten „Historischen Quarzbruch" am Hennenkobel", weiter über die „Kiesstraße" („Kies" ist gleich Quarz!) zum alten Forsthaus von Schachtenbach und weiter zum Ort Regenhütte (Bushaltestelle), dem Standort der früheren „Rabensteiner Neue Hütte". Von dort kann man mit dem Bus zurück nach Zwiesel fahren.

Weitere Info: Touristinfo Zwiesel, Stadtplatz 27, 94227 Zwiesel, www.zwiesel.de


Glaswerkstatt im Landhaus Korte in Bodenmais

 

Reiches Quarzvorkommen und ein schier unerschöpflicher Holzvorrat zur Befeuerung der Öfen führten im Bayerischen Wald ab dem 14. Jahrhundert zur Entstehung zahlreicher Glashütten. Heute zählt der Bayerische Wald zu den bedeutendsten Glaszentren in Europa. Bei Joska Kristall in Bodenmais, bei der Zwiesel Kristallglas AG oder bei den beiden Frauenauer Glashütten Eisch und Poschinger kann man den Glasbläsern sogar bei der Arbeit über die Schulter blicken. Wer sich einmal selbst an dem wandlungsfähigen Werkstoff versuchen möchte, dem bietet das Landhaus Korte in Bodenmais einmal wöchentlich dazu die Möglichkeit. In der hauseigenen Glaswerkstatt enstehen aus flüssigem Glas feiner Schmuck, Figuren und Gefäße. Wer möchte, kann auch selbst Hand anlegen und einmalige Erinnerungsstücke anfertigen. Das Landhaus Korte vermietet auch liebevoll eingerichtete und mit vier Sternen zertifizierte Ferienappartements ab 35 Euro pro Nacht. Informationen und Buchung: Landhaus Korte, Waldweg 2, 94249 Bodenmais, Tel. 09924 345, Fax 09924 7839, landhaus-korte@t-online.de, www.landhaus-korte.de.


Glasstraße: Wald Glas Garten Riedlhütte: Bärenfamilie

Nachwuchs im Riedlhütter Wald-Glas-Garten

 

 Der Frühling ist im Bayerischen Wald die Zeit der Jungtiere. Auch im Wald-Glas-Garten der Familie Köck in Riedlhütte hat der dort heimische Storch aus Glas der Bärenmutter zwei Bärenkinder gebracht. Auch diese sind natürlich aus Glas, so wie die vielen anderen Tiere, Hirsch und Reh, Fuchs und Hühner, Schlangen und Schnecken etc. Selbst der Glasmacher, der nach getaner Arbeit auf seiner Steinbank sitzt, ist aus Glas.

Die Besonderheit der Bärenfamilie ist: je nachdem von welcher Seite man die Bären anschaut, haben sie unterschiedliche Gesichter.

 Der Wald-Glas-Garten ist eine Idee von Erhard Köck. Gemeinsam mit seinem Sohn Florian haben Sie ihren Plan umgesetzt, einen gläsernen Garten zu schaffen. Die höchsten Glasbäume der Welt, aber auch viel Getier, Blumen und unterschiedliche Objekte kann man bewundern. Wie in der Natur wächst es im Garten immer weiter. Neue Tiere, neue Pflanzen, neue Objekte werden dazu kommen. Welche- das ist noch das Geheimnis der beiden Glasmacher. Mit etwas Glück kann man bei der Herstellung der Tiere bzw. deren Teile zuschauen. Bei den Glas-Vorführungen wird deutlich, dass die alte Glasmachertradition des bayerischen Waldes hier noch ganz lebendig ist. Das „Hütten-Zangl“ mit dem Glasofen lädt zu einer Brotzeit ein oder zu Kaffe und Kuchen. Und ab sofort kann man die Brotzeit auch im „Schatten der Glasbäume“ unter einem Riesen-Sonnenschirm genießen. Direkt an der Glasstraße gelegen ist der Riedlhütter Wald-Glas-Garten eine Attraktion, die man sich nicht entgehen lassen darf. Geöffnet Di bis Fr 9 bis 18 Uhr und Sa 9 bis 12 Uhr www.glasscherben-koeck.de.


In der Glashütte „Alte Kirche“ von 1698 in Lohberg wird wieder Glas geschmolzen und es entstehen Unikate und Kleinserien. In der Künstlerwerkstatt lassen sich die Hüttenmeister genau auf die Finger bzw. den Mund schauen, wenn sie Glas blasen und formen.

 Auf dem Weg zur Glashütte erleben Sie den Skulpturenpark am Glastor mit Kunstwerken zum Nachdenken aus Glas, Metall und Holz.

 Eine kostenlose Glashüttenführung ist zu den Öffnungszeiten jederzeit möglich, Gruppen erhalten Termine nach Vereinbarung. Am Ofen wird von 10.00 – 15.00 Uhr gearbeitet, (Tel. 09943-902830 (Hüttenmeister Hubert Hödl). www.glashuette-alte-kirche.de


Das Schwarzauer Haus
Das Schwarzauer Haus

Kunstgalerie „Bayerischer Wald „ im Schwarzauer Haus in Lohberg

Sammlung mit über 300 Exponaten

 Nach umfassenden Renovierungsarbeiten wurde 2001 das Waldlerhaus „Schwarzauer Haus” mit der Kunstgalerie „Bayerischer Wald” in Lohberg eröffnet. In der Galerie wird ausschließlich Kunst der Region Bayerischer Wald von Passau bis Regensburg ausgestellt. Derzeit umfasst die Sammlung über 300 Exponate. 

Eine ständige Ausstellung zeigt alte Gläser der Glashütten von Biedermeier bis Art Deco. Gezeigt werden Gläser der Volkskunst, Gebrauchsgläser, Hinterglasbilder, sakrale Kunst und vieles mehr.

Bilder sind in Aquarell-, Tempera-, Öl-, Druck- und Graphittechniken vertreten. Gezeigt werden u. a. Werke von Hermann Erbe-Vogl, Rupert Zach, Philip Henneberger und Heinrich Hieke.

In der Galerie sind auch Arbeiten neuzeitlicher Künstler in der Malerei, Glaskunst, Keramik und Bildhauerei ausgestellt. Eine besondere und ständige Ausstellung wird Lohberg und dem Lamer Winkel gewidmet.

 

Das ganze Jahr über finden in der Kunstgalerie Sonderausstellungen statt.

 

Neben den Ausstellungsräumen kann der Besucher einen Bauernladen besuchen, in dem Anbieter regionale Erzeugnisse direkt vermarkten. Im Freien ist ein Brotbackofen und ein Küchengarten zu besichtigen.

Das "Schwarzauer Haus" mit "Hausherr" Walter Just freut sich auf Ihren Besuch.

Ansprechpartner: Walter Just - Mobil: 0171 / 8338603, Weideweg 5 in 93470 Lohberg


Regelmäßige Veranstaltungen, wie z.B.  die Zwieseler Glastage zusammen mit der Zwieseler Glasmesse, die eine der größtem künstlerisch geprägten Glaspräsentationen Deutschlands darstellt, prägen die Kultur in der Glasregion des Oberpfälzer Waldes und des Bayerischen Waldes.(www.glastage.zwiesel.de)

Tickets  für  ausgewählte  Veranstaltungen erhalten Sie bei www.okticket.de.
Änderungen vorbehalten.